Paysage d'Hiver
Die Berge




1. Urgrund

Die Saeulen dieser Welt gruenden tief

Aus dem innersten Kern erwachsen
Streben sie unaufhoerlich gen oben

Im versuch
Das Firmament zu beruerhen

Verdammt, dies nie zu erreichen
da aus Knochen gebaut

Gesegnet, diese Welt zu tragen und halten
im ewigen Gleichgewicht des Werdens und Vergehens
da aus Knochen gebaut

Aus dem Urgrund erwachsen die Saeulen dieser Welt

Auf dem Urgrund baut alles Sein
dieser Welt

Der Urgrund traegt alle Last
dieser Welt


2. Verinnerlichung

Noch einmal auf dieser Reise
vertiefe ich die Schoenheit
dieser Welt
Bevor ich mich begebe
in die Ewigkeit
Bis die Glocken laeuten
mir zum Geleit

All die Erinnerungen
tief engeschneit
Bewahren die Erfahrung
weit
ueber alle Grenzen hinaus
erscheinen nochmals
als Nebelschwaden
vor meinem inneren Auge

All das Leben was einst war
ist nicht mehr

alse eine verinnerlichte Erinnerung


3. Transzendenz I

So begebe ich mich denn
zum Aufstieg
hin zum Firmament

Hin zur Verschmelzung
mit dem Kosmos

Auf dass
Eins
erneut wird zu
Eins

Stein auf Stein
erklimme ich
die Saeulen das Seins
Auf dass auch ich eingehen kann
in die Schriften
des Allwissens

Auf dass ich mich erheben kann
auf die naechste Ebene des Werdens
und Vergehens

Hoeher, immer hoeher
wachse ich ein letztes mal
ueber mich hinaus


4. Transzendenz II

Unaufhoerlich ruft der Berg

Treibt mich hin zum Gipfel
wohl wissend
dass ich mich auf meiner letzten Reise
befinde
in dieser Welt

So folge ich dem Rufen
hin zum Firmament

Wie die Saeulen
dieser Welt


5. Transzendenz III

Schritt fuer Schrtitt
Tritt fuer Tritt
naehere ich mich meiner Bestimmung

Aufzuloesen

Die geliebte Buerde
der Illusion

Der Schleier lueftet sich


6. Ausstieg

Vor mir liegt die ungeheure Macht
und Kraft
des einen
und allen
Winters

In kalter Stille
toben die Stuerme
und zehren unaufhoerlich
an dieser Saeule
dieser Welt

Und an den Resten von mir

Ihr Wirken liegt
in der Aufloesung

Das Wirken der Saeulen liegt
in der Manifestation

So bewege ich mich durch diesen
Sturm der Goetter
hin zum Ziel

Ein letztes Mal
blick ich zurueck
auf diese Welt
und erinnere mich
an ihre unerbittliche und kalte
Trauer-Schoenheit
bevor ich den obersten Totpunkt erreiche

Und den Balast dieser Welt
in ewiges Eis und Schnee bette


7. Gipfel

instrumental

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